
RFID-Inventur: Wie Sie die Lager- und Anlagegüterinventur von Tagen auf Stunden verkürzen und die Genauigkeit auf 99% steigern
RFID-Inventur verkürzt die Zeit für die Lager- und Anlagegüterinventur sogar von 2,5 Tagen auf 5 Stunden und steigert die Datengenauigkeit von rund 94% auf über 99%. Ein RFID-Lesegerät erfasst gleichzeitig Hunderte von Tags, ohne dass jedes Produkt einzeln gescannt werden muss – der Mitarbeiter geht einfach die Regalgänge entlang und sammelt dabei die Daten. Die komplette Lösung – Etiketten, Drucker, mobile Terminals und Inventursoftware – liefert Etisoft, Hersteller von Etiketten und RFID-Systemen seit 1993.
Inhaltsverzeichnis
Was ist eine RFID-Inventur?
Bei der RFID-Inventur werden Produkte, Paletten, Werkzeuge oder Verpackungen mit RFID-Tags gekennzeichnet und per Funk statt optisch wie bei Barcodes ausgelesen. Ein RFID-Lesegerät benötigt weder direkten Sichtkontakt zum Etikett noch das einzelne Scannen jedes Objekts – es liest mehrere Tags gleichzeitig, selbst wenn sie im Karton verborgen oder vom Scanner abgewandt sind.
Warum die klassische Inventur nicht mehr ausreicht
Ein ERP- oder WMS-System zeigt theoretisch jederzeit den aktuellen Bestand. In der Praxis stoßen Unternehmen regelmäßig auf Abweichungen:
- Ware ist im System erfasst, lässt sich aber nicht auffinden,
- Werkzeuge sind einem Standort zugeordnet, befinden sich aber an einem anderen,
- Mehrwegverpackungen „verschwinden“ zwischen einzelnen Prozessschritten,
- Fehlbestände fallen erst bei der turnusmäßigen Inventur auf.
Je mehr Bestände und je komplexer die Prozesse, desto größer das Risiko solcher Abweichungen – und eine klassische Inventur deckt meist nur das Ausmaß des Problems auf, statt es zu lösen.
Klassische Inventur vs. RFID – Ergebnisse aus der Praxis
| Bereich | Vor der RFID-Einführung | Nach der RFID-Einführung |
| Lager und Logistik | 2,5 Tage Arbeitszeit, 6 Personen, Genauigkeit ca. 94% | 5 Stunden Arbeitszeit, 2 Personen, Genauigkeit über 99% |
| Produktion und Mehrwegverpackungen | Quartalsinventur – 3 Tage, häufige Abweichungen | 4-5 Stunden, Genauigkeit über 99%, häufigere Kontrollen möglich |
| Einzelhandel | 1-2 Tage, Filiale muss geschlossen werden, Genauigkeit ca. 75% | Ca. 2 Stunden, Genauigkeit 98-99%, mehrmals wöchentliche Kontrolle |
| Werkzeuge und Anlagevermögen | Manuelle Erfassung, mehrtägige Inventuren | Wenige Stunden, Suchzeit um 60-80% reduziert |
Wo RFID die größten Vorteile bringt

Lager und Logistik
Mit RFID lassen sich Lagerbestände, die Vollständigkeit von Lagerplätzen, das Vorhandensein von Paletten und Kartons sowie der Abgleich mit ERP- oder WMS-System schnell überprüfen. Neben der Zeitersparnis erwies sich vor allem als größter Vorteil, dass der Lagerbetrieb während der Inventur nicht mehr unterbrochen werden muss.
Produktion und Mehrwegverpackungen
In der Produktion bewährt sich RFID bei der Verwaltung von Mehrwegverpackungen (RTI), Halbfertigprodukten, Produktionskomponenten und Betriebsmitteln, die zwischen Abteilungen genutzt werden. Ein zusätzlicher Vorteil ist die geringere Zahl an Verpackungen, die bei Kunden oder Partnern verloren gehen – und damit ein geringerer Nachkaufbedarf.
Einzelhandel
Im Handel liegt das zentrale Problem in fehlerhaften Bestandsdaten: Eine Ware kann physisch im Regal stehen, doch wenn das System einen falschen Bestand oder Standort anzeigt, kann der Kunde sie nicht kaufen. Die RFID-Einführung führte zu besserer Warenverfügbarkeit, höherem Umsatz und dem Wegfall der Filialschließung während der Inventur.
Werkzeuge und Anlagevermögen
Der größte Nutzen von RFID liegt hier nicht im reinen Zählen, sondern in der Reduzierung der Suchzeit – und der daraus resultierenden besseren Kontrolle über das Unternehmensvermögen.
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Der entscheidende Faktor: die richtigen RFID-Etiketten

Der Erfolg einer Einführung hängt nicht nur vom Lesegerät ab, sondern vor allem von passend gewählten RFID-Etiketten – sie bestimmen die Lesestabilität, die erreichbare Reichweite und die Haltbarkeit der Lösung. Es gibt keinen einzigen, für alle Anwendungen geeigneten RFID-Tag:
- Etiketten für Kartons, Paletten und Produkte,
- On-Metal-Tags für Werkzeuge und Metalloberflächen,
- Tags für den Einsatz unter anspruchsvollen industriellen Bedingungen,
- dünne Produktetiketten für den Einzelhandel.
Als Hersteller von RFID-Etiketten wählt Etisoft die passende Lösung für die jeweilige Umgebung und den jeweiligen Prozess aus, was sich direkt auf die Lesezuverlässigkeit auswirkt.
RFID ist mehr als nur Etiketten – es braucht auch Hardware und Software
RFID-Drucker ermöglichen den Druck, indem sie die sichtbaren Informationen drucken und gleichzeitig den Tag codieren – auch für spezielle On-Metal-Tags.
Mobile RFID-Terminals sind das zentrale Arbeitsmittel bei der Inventur: Der Mitarbeiter bewegt sich durch Lager oder Produktionshalle und liest dabei viele Tags gleichzeitig aus, ohne einzelne Etiketten zu scannen.
Die Software von Etisoft macht aus dem Lesevorgang echte Information – sie importiert Daten aus ERP, WMS oder Excel, sammelt die Lesedaten des Terminals, vergleicht Ist- mit Soll-Bestand, zeigt Fehlmengen und Überbestände an und exportiert einen fertigen Bericht. Dadurch sind die Ergebnisse bereits während der Inventur sichtbar und nicht erst danach.
Warum RFID-Einführungen häufig mit der Inventur beginnen
Die Inventur ist meist das erste RFID-Projekt in einem Unternehmen, da der Prozess bereits gut bekannt ist, sich die Ergebnisse leicht messen lassen und die Einführung keine großen organisatorischen Veränderungen erfordert. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt weiten Unternehmen den Einsatz von RFID meist auf weitere Bereiche aus – etwa die Verfolgung von Materialflüssen, die Verwaltung von Mehrwegverpackungen oder die Lokalisierung von Betriebsmitteln.
Möchten Sie wissen, wie viel Zeit und Geld RFID in Ihrem Unternehmen sparen kann?
Als Hersteller von RFID-Etiketten, Druckern, mobilen Terminals und Inventursoftware liefert Etisoft die komplette Lösung – von der Auswahl der passenden Tags über die Hardware bis zur Integration in Ihr ERP- oder WMS-System. Kontaktieren Sie uns, um zu erfahren, wie sich eine RFID-Inventur in Ihren Prozessen bewährt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie lange dauert eine RFID-Inventur im Vergleich zur klassischen Methode?
Je nach Fläche und Anzahl der inventarisierten Gegenstände verkürzt RFID die Inventurzeit von 1–3 Tagen auf 2–5 Stunden – beispielsweise im Lager von 2,5 Tagen auf 5 Stunden und im Geschäft von 1–2 Tagen auf etwa 2 Stunden.
Wie genau ist eine RFID-gestützte Inventur?
RFID-Einführungen zeigen eine Steigerung der Genauigkeit von 75-94% bei klassischen Methoden auf 98-99%, in einigen Anwendungen (Lager, Produktion) sogar auf über 99%.
Worin unterscheidet sich RFID von Barcodes bei der Inventur?
Ein Barcode erfordert das einzelne Scannen jedes Produkts sowie direkten Sichtkontakt zum Etikett. Ein RFID-Lesegerät erfasst viele Tags gleichzeitig, ohne dass Sichtkontakt nötig ist – ein Mitarbeiter kann beim Entlanggehen an einem Regal Hunderte Objekte erfassen.
Muss das Lager oder die Filiale für eine RFID-Inventur geschlossen werden?
Nein – einer der Hauptvorteile von RFID ist, dass der Lagerbetrieb nicht unterbrochen und die Filiale während der Inventur nicht geschlossen werden muss.
Womit sollte ein Unternehmen bei RFID beginnen?
Meist ist die Inventur das erste RFID-Projekt, da der Prozess bereits gut bekannt ist, sich die Ergebnisse leicht messen lassen und die Einführung keine großen organisatorischen Veränderungen erfordert.
Zusammenfassung
RFID verkürzt die Inventur von Tagen auf Stunden und steigert die Datengenauigkeit auf über 99% – dieser Effekt hängt jedoch von der gesamten Lösung ab: passend gewählten RFID-Etiketten, Druckern und Lesegeräten, Software sowie der Integration in ERP-/WMS-Systeme. Für viele Unternehmen wird die RFID-Inventur zum ersten Schritt hin zu einer umfassenderen Automatisierung von Lager- und Produktionsprozessen.