
GS1-Logistiketikett für Rossmann aus einer fertigen Vorlage — Case Study zur ETILABEL-Einführung
Ein Logistiketikett, das der Rossmann-Spezifikation entspricht, lässt sich in wenigen Minuten erstellen — sofern man auf eine fertige Vorlage zurückgreift, statt es von Null zu entwerfen. Der Kosmetikhersteller, mit dem wir zusammenarbeiten, hatte einen Monat Zeit für die Einführung eines solchen Etiketts — andernfalls hätte die Lieferung aus dem Distributionszentrum zurückkommen können. Seine Logistikabteilung öffnete die Rossmann-Vorlage in ETILABEL und ergänzte sie mit eigenen Daten: Produktname und -code, Chargennummer, Produktionsdatum sowie Stückzahl pro Palette. Das Feldlayout, der GS1-128-Code und die SSCC-Nummer waren bereits korrekt. Im Folgenden der gesamte Prozess — und das, was die Vorlage dem Lieferanten nicht abnimmt.
Inhaltsverzeichnis
Was die Spezifikation des Rossmann-Logistiketiketts genau verlangt

Handelsketten verlangen kein Etikett — sie verlangen ein Dokument, das ihrer eigenen Dokumentation und dem GS1-Standard entspricht. Rossmann veröffentlicht Anforderungen, die Parameter für Parameter abgebildet werden müssen:
| Element der Spezifikation | Was festgelegt werden muss |
| Etikettenmaße | Materialformat und Druckbereich |
| Feldanordnung | welche Daten in welchem Bereich des Etiketts |
| GS1-128-Code | Modulbreite (X-Dimension), Codehöhe, Ruhezonen |
| SSCC-Nummer | korrekte Struktur der Nummer der Versandeinheit |
| Beschreibende Daten | Lieferant, Empfänger, Paletteninhalt |
Ein Fehler in einem dieser Parameter — am häufigsten in der Modulbreite des Barcodes — bedeutet eine an den Absender zurückgeschickte Palette, eine verspätete Lieferung und zusätzliche Kosten auf Seiten des Lieferanten. Nicht der Termin selbst, sondern der fehlende Spielraum für Fehler hat dieses Projekt geprägt.
Wie der Prozess vor der Einführung der Vorlage aussah
Bevor der Kunde zu einer fertigen Vorlage griff, musste die Logistikabteilung vier Schritte selbst erledigen:
- Die Feldanordnung aus der Rossmann-Dokumentation aufzeichnen.
- Die Parameter des GS1-128-Codes bestimmen.
- Eine korrekte Struktur der SSCC-Nummer aufbauen.
- Den Druck auf dem vorhandenen Etikettendrucker testen.
Das Schwierigste war nicht der Zeitaufwand, sondern die fehlende Sicherheit über die Konformität. Ein Team, das sich nicht täglich mit dem GS1-Standard beschäftigt, kann nicht selbst bestätigen, dass es die Spezifikation korrekt umgesetzt hat — es erfährt es erst an der Rampe des Distributionszentrums. Hinzu kommt: Ein Prozess, der einmalig sein sollte, kehrte immer wieder — bei neuem Sortiment, neuer Sammelpalette, jeder Aktualisierung der Anforderungen der Kette.
Was die fertige Etikettenvorlage für Rossmann enthält
Die in ETILABEL Business und ETILABEL Integration verfügbare Vorlage hat alles hinterlegt, was die Spezifikation der Kette vorschreibt:
| Element des Etiketts | Wer legt es fest |
| Layout und Maße des Etiketts | in der Vorlage bereits fertig |
| GS1-128-Code mit Parametern | in der Vorlage bereits fertig |
| SSCC-Nummerierung | automatisch, integrierter Nummerator |
| EAN-Codes der Produkte | Feld vorhanden, Daten vom Lieferanten |
| Produktname und -code | Lieferant |
| Chargennummer | Lieferant |
| Produktionsdatum | Lieferant |
| Stückzahl pro Palette | Lieferant |
Der entscheidende Unterschied zur Eigenarbeit: Die Vorlage wird konform mit der aktuellen Dokumentation des Empfängers bereitgestellt und nicht von einem Team ohne GS1-Spezialisierung manuell nachgebaut. Der Kunde musste die technische Dokumentation von Rossmann kein einziges Mal interpretieren.
Woher die Daten auf dem Etikett kommen — Excel, Datenbank und SSCC-Nummerator
Bei einem einmaligen Druck werden die Daten in ein Formular eingetragen. Bei größeren Aufträgen wird die Vorlage an eine externe Datenquelle angebunden:
| ETILABEL-Version | Datenquellen |
| Business | Excel-Datei, CSV, SQLite |
| Integration | zusätzlich serverbasierte SQL-Datenbank (ODBC, OLE DB) |
Chargennummern und Palettenmengen werden dann automatisch übernommen, ohne manuelles Abschreiben. Die SSCC-Nummer erzeugt ein integrierter Nummerator — das eliminiert das Risiko, das bei manueller Arbeit am gefährlichsten und am schwersten zu entdecken ist: dieselbe SSCC-Nummer auf zwei verschiedenen Paletten.
Die Etiketten druckt der Kunde auf Geräten, die er bereits besaß — der Start des Prozesses erforderte keine Investition in einen neuen Drucker. ETILABEL kommuniziert nativ mit Druckern von Etisoft, Zebra, Citizen, TSC, Honeywell, Toshiba TEC, Printronix und Epson; weitere Geräte werden über den Windows-Treiber unterstützt.
Das Ergebnis — was sich im Prozess verändert hat
Statt wochenlanger Arbeit an der Abbildung der GS1-Spezifikation und am Test der Etikettenkonformität hat die Logistikabteilung heute einen Prozess, der sich auf das Ausfüllen eines Formulars und den Druck reduziert. Drei Dinge haben sich verändert:
| Bereich | Vorher | Nachher |
| Zeit für die Etikettenerstellung | Wochen Arbeit an der Abbildung der Spezifikation | einige Minuten pro Etikett |
| Sicherheit der Konformität | erst bei der Lieferung ans Distributionszentrum überprüft | Vorlage konform mit der aktuellen Rossmann-Dokumentation |
| Belastung des Teams | Logistik verfolgt Änderungen in den Etikettierungsspezifikationen der Ketten | Änderungen liegen beim Anbieter der Vorlage |
Was eine fertige Vorlage dem Lieferanten nicht abnimmt
Drei Punkte, die man vor der Einführung klären sollte:
- Die Produktdaten müssen selbst ergänzt werden. Die Vorlage liefert die Struktur, nicht den Inhalt — Bezeichnungen, Codes, Chargennummern und Mengen stammen aus den Systemen des Lieferanten.
- Ein Drucker außerhalb der Geräteliste arbeitet über den Windows-Treiber. In der Praxis genügt das meist, gibt aber keine vollständige Kontrolle über die Qualität des gedruckten Etiketts.
- Nicht jeder Empfänger hat bereits eine fertige Vorlage. Für Ketten außerhalb der untenstehenden Liste ist die Erstellung einer Vorlage ein separater Prozess — auf Basis ihrer Etikettierungsdokumentation.
Für welche Handelsketten hat ETILABEL fertige Vorlagen
Rossmann ist keine Ausnahme. In den Versionen Business und Integration sind fertige Vorlagen für Logistiketiketten von zehn Handelsketten verfügbar:
| Handelskette | Fertige Vorlage für das Logistiketikett |
| Auchan | ja |
| Biedronka | ja |
| Carrefour | ja |
| HEBE | ja |
| IKEA | ja |
| Intermarché | ja |
| LIDL | ja |
| Makro | ja |
| Netto | ja |
| Rossmann | ja |
Der Mechanismus ist unabhängig vom Empfänger derselbe. Deshalb funktioniert die Lösung überall dort, wo ein Lieferant sich an die Etikettierungsspezifikation einer konkreten Kette anpassen muss: in der Kosmetik, der Lebensmittelbranche, bei Haushaltschemie und im E-Commerce.
Business oder Integration — welche Version für Logistiketiketten
| Funktion | Business | Integration |
| GS1-Logistiketiketten | ja | ja |
| Fertige Vorlagen der Handelsketten | ja | ja |
| Excel / CSV / SQLite als Datenquelle | ja | ja |
| Serverbasierte SQL-Datenbank (ODBC, OLE DB) | nein | ja |
| Skripte und Automatisierung | nein | ja |
| Druckintegration mit Kundensystemen (ERP, WMS) | nein | ja |
| Arbeit mehrerer Nutzer im Netzwerk | nein | ja |
Sehen Sie sich die Unterschiede zwischen den Programmversionen an
Business genügt, wenn die Etiketten in der Logistikabteilung auf Basis von Dateien entstehen. Integration ist für Prozesse gedacht, in denen der Druck durch ein System ausgelöst werden soll.
Fazit
Die Konformität mit den Etikettierungsanforderungen einer großen Handelskette muss kein dediziertes Implementierungsprojekt bedeuten. Wenn Ihr Unternehmen Produkte an Handelsketten liefert und nach einer schnellen, GS1-konformen Palettenetikettierung sucht — sprechen Sie uns an. Wir prüfen, ob für Ihren Empfänger schon eine fertige ETILABEL-Vorlage vorliegt.
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!
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